70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gibt es in ganz Europa fast 20 % der Bevölkerung, die ein geschlossenes, rechtsradikales Weltbild haben. Vorbehalte gegenüber allem Fremden nehmen zu (Beispiel PEGIDA in D/front national in F/rechte Regierung in HU). Andererseits von allem abgekoppelte moslemische Jugendliche, die sich IS anschließen auch – gerade auch in BG nach dem Islamisierungsdruck, der BG Jahrhunderte beherrschte. Viele wollen heute einen Schlussstrich unter die Geschichte "2. Weltkrieg" ziehen. „Frieden“ will den 8. Mai als „Tag der Befreiung“ (so auch R.v.Weizsäcker) verstehen. Freiheit, die immer neu entdeckt und gestaltet werden will – ein Wert Europas. Jede Generation hat einen eigenen Zugang zum Holocaust, zum Nationalsozialismus und seinen Gräueltaten. Mit dem Projekt Frieden wollen wir Neugier und Empathie fördern, um Europas Zukunft in Freiheit, Toleranz und Würde - frei von Rassismus - zu sichern und zu gestalten. Die Freiheit ist auch aktuell durch Einschränkungen von Presse- und Religionsfreiheit sowie einer Zensurproblematik geprägt.
Frieden möchte an das Ende eines menschenverachtenden Systems erinnern. Frieden wird insbesondere mit jungen Europäern Lebensbiographien aus Ost- und Westeuropa gegenüberstellen. Mit Hilfe von Interviews werden Dokumente der Erinnerung und des Lebensweges aufgezeichnet, die exemplarisch für die Geschichtsentwicklung Europas sind. In Museen Europas werden diese Biographien präsentiert - jene, die sich couragiert gegen Gewalt und Einschränkung von Freiheit engagiert haben. Außerdem werden in den Städten aller Partner Straßennamen in den Blick genommen mit der Frage: Welche Namen haben sich geändert und warum? - um den Umgang mit Geschichte exemplarisch zu diskutieren, damit Tabus überwunden werden und das Schweigen gebrochen wird. Während eines europäischen Meetings werden junge Europäer eine Friedenskonferenz gestalten, von der ein Impuls zur Gestaltung der Zukunft Europas ausgehen wird.
 
 
 
 
Weitere Informationen finden Sie unter: frieden-bg.eu